FrOSCon 2008
Sehr kurzfristig wurde ich auf die Free and Open Source Software Conference (FrOSCon) in St. Augustin bei Bonn aufmerksam. Das Programm vernachlässigte leider Open Source Projekte im .NET/Mono Umfeld. Dennoch fand ich es interessant und besuchte einige Vorträge dieser Veranstaltung.
In der Keynote des ersten Tages sprach Andrew S. Tannenbaum (dessen Buch Verteilte Systeme die Grundlage des gleichnamigen Kurses an der Uni war) über Probleme bei der Entwicklung immer umfangreicher werdender Betriebssysteme. Als Lösung schlägt er eine Mikrokernel-Architektur vor, bei der Treiber und Dienste jeweils eigenständige Usermode-Prozesse mit eingeschränkten Rechten sind, welche von einem “resurrection manager” überwacht und, wenn nötig, neu gestartet werden. Minix3 ist seine Implementation eines solchen Systems. Der Leistungsverlust durch die häufigen Kontextwechsel und Überprüfungen werde dabei durch den Gewinn an Stabilität aufgewogen.
Quasi in die gegenteilige Richtung ging die Keynote des zweiten Tages, Simple is Hard, von Rasmus Lerdorf. Er sprach über die Leistung von PHP Anwendungen. Dabei verglich er die direkte Implementierung einer Webanwendung in PHP mit Anwendungen, welche PHP Frameworks verwenden. Seiner Meinung nach sind Frameworks überflüssig. Eine klare Struktur eines Programmes ließe sich auch ohne aufwändige Rahmenwerke erreichen und der durch sie entstehende oft große Leistungsverlust sei nicht zu rechtfertigen.
Desweiteren fand ich unter anderem die Vorträge übers Troubleshooting, das Systemüberwachung mit Nagios und über maschinelles Lernen mit Apache Mahout lohnend. Auch der SVNChecker scheint mir ein vielversprechendes Tool zu sein und mit einer Wiimote kann man nette Sachen machen.
Insgesamt war es ein lohnender Blick über den Tellerrand. See you @ FrOSCon 2009!
Posted: August 27th, 2008 under Allgemein.
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